057 Stadtführung NS-Rüstungsgeschichte
Baracken, Meisterhäuser & die Villen der Doktoren
Nach dem Niedergang des Clausthaler Bergbaus entstand unter dem Tarnnamen „Werk Tanne“ eine riesige Sprengstoff-Fabrik, die wesentlich zur Kriegsvorbereitung der Nationalsozialisten beitrug. Im Verlauf des 2. Weltkrieges mussten hier viele Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter vor allem aus Osteuropa unter unvorstellbaren und menschenunwürdigen Bedingungen leben und arbeiten. Die meisten Gebäude auf dem öffentlich nicht zugänglichen Gelände sind heute nur noch Ruinen, von denen z. T. große Gefahren ausgehen.
Zwischen dem Werksgelände und dem Stadtzentrum entstand mit dem Wohnungsbau für die Angehörigen des Werkspersonals und den Lagern für die in- und ausländischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ein neuer Stadtteil, die Tannenhöhe. Der Rundgang zeigt die verborgenen Spuren der nationalsozialistischen Ideologie, erinnert an die Hoffnung der Oberharzer Bevölkerung auf Arbeit und zeigt das Schicksal der vielen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter.
Kosten 120,- € bis 30 Personen (inkl. MwSt.)
Dauer ca. 2 ½ Stunden
Start Kaiser-Wilhelm-Schacht (Betriebshof der Harzwasserwerke) Erzstraße 24 / nach Absprache
Reisezeit ganzjährig buchbar
Änderungen vorbehalten
Nähere Informationen
Helga Zamzow zamzow@harzagentur.de
Tel. 05323 9824.66 (Montag bis Freitag 9 - 12 Uhr)